• tanjamaier2003

Bei der Bereitstellung von zusätzlichen Plätzen im Frauenhaus sagt Andreas Herschmann seine Hilfe zu


Direkte Hilfen für betroffenen Frauen und Kinder, die Opfer häuslicher Gewalt werden.


Zum wiederholten Mal luden die Frauen der SPD Wolnzach erfolgreich zum internationalen Frauentag ins Amper Kino.

Dieses Jahr stand das Tabuthema „häusliche Gewalt“ mit dem Filmdrama „Die Ungehorsame“ im Mittelpunkt. Die Ortsvorsitzende Tanja Maier, begrüßte die zahlreich erschienenen Frauen, sowie ein paar interessierte Männer und wies auf die Brisanz des Themas hin. Jede 3. Frau in Deutschland ist im Alter von 18 - 80 Jahren einmal im Leben von häuslicher Gewalt betroffen. Jeden 3. Tag stirbt eine Frau in Deutschland durch ihren Partner oder Ex-Partner.

Zum Filmgespräch waren extra zwei Fachfrauen, Andrea Schlicht, Leiterin des Frauenhauses Ingolstadt und Claudia Daniel von A.P.E. Pfaffenhofen (Ambulante und stationäre Familienhilfen) , sowie der SPD-Landratskandidat Andreas Herschmann gekommen.

Den Einstieg zum Film gestaltete dankenswerterweise eine Frauengruppe um Eva Sindram, die millionenfach gehörte Rap-Texte zitierten mit gewaltverherrlichenden, frauendiskriminierenden Botschaften. Eindringlich wurde klar: So wird Sprache zum Nährboden für Unterdrückung und häuslicher Gewalt gegen Frauen

Der ausgezeichnete Film ‚Die Ungehorsame’ beginnt mit dem getöteten Arzt Alexander Keller. Seine Frau, Leonie Keller hatte die Polizei gerufen und die Tat gestanden. Im Verlauf des Prozesses wird klar, wie aus der fröhlichen, berufstätig erfolgreichen Leonie langsam eine unterdrückte, isolierte und bedrohte Frau wurde. Ihr Mann hatte sie langsam und systematisch von der Umwelt abgeschnitten und sie mehr und mehr überwacht, so dass auch ein Fluchtversuch zusammen mit ihrem Sohn scheitert. Brutale Gewalt seinerseits wechseln sich ab mit Reue und guten Vorsätzen. Doch die Gewalt und Angst steigern sich immer mehr, bis es zur Tötung aus Notwehr kommt.

„Der Film“, so die Frauenhausleiterin Andrea Schlicht, „spiegelt durchaus die brutale Realität wider“. Das Frauenhaus IN-EI-PAF mit seinen 12 Plätzen für Frauen und 14 Plätzen für Kinder bietet jährlich ca. 50 Frauen und 50 Kindern Zuflucht. „Das heißt konkret auch, dass wir Frauen des öfteren abweisen müssen, gerade wenn sie mehrere Kinder mitbringen, oder einen Sohn über 14 Jahre haben, weil wir nicht über genügend Plätze verfügen“.

Marianne Strobl, Marktgemeinderätin und Organisatorin des Abends begründete die Themenauswahl zur häuslichen Gewalt gegen Frauen u.a. mit der aktuellen sozialpolitischen Brisanz: „Es gibt seit Herbst 2019 einen neuen, erhöhten Berechnungsschlüssel für Frauenhausplätze, der bis dato aber noch nicht umgesetzt ist, weil die Landkreise Pfaffenhofen und Eichstätt, sowie die Stadt Ingolstadt bei der Finanzierung noch nicht ihrer Verantwortung nachgekommen sind“.

Der müssen sich nach der Kommunalwahl die neugewählten Landräte zügig stellen.

Nach der neuen Berechnung stehen dem Frauenhaus IN-EI-PAF drei zusätzliche Plätze für Frauen und für Kinder zu. Finanziert wird diese Einrichtung zu 50 % vom bayerischen Staat, 40% von den Landkreisen Pfaffenhofen, Eichstätt und Ingolstadt sowie mit 10% von der Caritas Eichstätt als Träger.

Für den Landratskandidaten Andreas Herschmann war es eine Selbstverständlichkeit hier seine Hilfe zuzusagen. Laut Herschmann ist dies „für unseren finanzstarken Landkreis ein überschaubarer finanzieller Betrag, der für das bestehende Frauenhaus jedoch eine große Hilfe ist, die direkt bei den betroffenen Frauen und Kindern ankommt“.

Claudia Daniel, A.P.E. Pfaffenhofen, berichtete von der geplanten neuen Beratungsstelle für traumatisierte junge Menschen am Draht in Pfaffenhofen und einer teilbetreuten Wohngruppe in Ingolstadt. Ziel ist es, die Arbeit zwischen Frauenhaus und A.P.E. besser zu vernetzen, um präventiv mehr Hilfe anbieten zu können.

Sowohl Claudia Daniel, als auch Andrea Schlicht berichten von Wohnungsnot, langen Wartezeiten auf Therapieplätze und finanziellen Sorgen. Andreas Herschmann verspricht als Landrat z.B. durch die Gründung der HallerBau, eine Kreis-Wohnungsbaugesellschaft, neuen Wohnraum zu schaffen.

Herrschmann dankte Tanja Maier und Marianne Strobl von der SPD Wolnzach das Thema häusliche Gewalt gegen Frauen ein Stück aus der Tabuzone geholt und um so mehr ins Bewusstsein gerückt zu haben.

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