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Künstliches Koma für Mainburger Krankenhaus?

"Lebenserhaltung" oder "Zukunftssanierung"?

Vorneweg:

Ja, es stimmt, viele Entscheidungen zu unseren Gesundheitssystemen werden in Berlin getroffen.


Die Entscheidung über die bauliche Zukunft des Mainburger Krankenhauses allerdings nicht! Diese Investition liegt alleine in der Hand der Kehlheimer Kreisrät*innen.


Und wenn die Pandemie eines gezeigt hat, dann welchen Wert Kliniken in öffentlicher Hand haben. Insofern frage ich mich, wie kann man dann das Risiko eingehen das Mainburger Krankenhaus dauerhaft ins künstliche Koma zu schicken?


Meine drängendsten Fragen dazu:


Kuhhandel statt Konzept?


Wieso reichen für die "Lebenserhaltungsvariante" plötzlich nur 10 Millionen?

Abzüglich der notwendigen Millionen für die Verlagerung des MVZ bleiben dabei nur noch rund 6 bis 7 Millionen für neue Anstriche und Leitungen im KKH übrig.

Woher die Gewähr, dass in den kommenden Jahren nicht noch mehr nachgeschossen werden muss!?

Welche Perspektive gibt man damit dem KKH?


Zehn Millionen, null Nachhaltigkeit!?


Warum gibt man Millionen für eine "Schönheitsreparatur" aus, wenn man für geringfügig mehr Eigenanteil deutlich zukunftsfähiger sanieren könnte? Oder will man nur die Entscheidung über die Wahlperiode hinaus vertagen?

Nach dem Motto: Nach mir die Sintflut!?


Ein unseriöses Zahlenspiel?


Wenn die "Zukunftssanierung" nun über 110 Millionen kosten soll, woher hatte dann Landrat Neumeyer seine ursprünglich veröffentlichten rund 50 Millionen?

War das möglicherweise nur eine willkürliche "politische Zahl" ohne fachliche Würdigung?


100 Euro pro Jahr und Bürger*in zuviel?


Wären denn rund 110 Millionen wirklich zu viel für eine nachhaltige regionale Gesundheitsvorsorge? Umgerechnet sind das die kommenden 10 Jahre weniger als 100 Euro pro Jahr und Landkreis-Bürger*in!


Schwarzer Peter für Albert Gürtner?


Oder will man so dem Landkreis Pfaffenhofen in Zukunft den schwarzen Peter zuschieben, der dann in den kommenden Jahren - wegen unterlassener Sanierung durch den Landkreis Kelheim - den Betrieb des Mainburger Hauses später nicht mehr gewährleisten kann?


Gez. Markus Käser

Kreisrat Landkreis Pfaffenhofen P.S.: Update zum Beschluss im Kehlheimer Kreisausschuss vom 27.09.2021 Bericht im Pfaffenhofener Kurier Bei 10 Millionen von einer "Sanierung" zu sprechen ist Volksverdummung! Es handelt sich dabei keineswegs um eine Sanierung, sondern um ein paar Schönheitsreparaturen. Weitere Artikel zum Thema: - 135 Millionen für die Ilmtalklinik

- Der fünfte Sanka muss kommen