Apologet des Putin-Faschismus

Der Putinismus ist die Ideologie zur Errichtung eines „Dritten Russischen Reiches“,

bedient sich an den Symbolsprachen von Faschismus und Stalinismus und will damit den

unfassbaren Diebstahl überdecken, den der Petersburger Klüngel aus Mafia und KGB

ihrem „heiligen Russland“ angetan hat. Während die Geliebten und Kinder von Putin,

Lawrow (dem „Lorbeer-bekränzten“ Chefzyniker im maßgeschneiderten Anzug) und

Kriegsminister Shoigu in der Schweiz, London und Südfrankreich ihr Luxusleben

genießen, lassen jene Männer Städte im Nachbarland zerstören, systematisch

vergewaltigen und ganze Landstriche unbewohnbar machen.


Neben den großen Gasvorkommen, die in der Ostukraine und westlich der Krim auf dem

Meeresgrund lagern und die sich Russland oofenbar sichern will, praktizieren die

russischen Truppen Diebstahl, Brandschatzung, Vergewaltigung und veranstalten in den

von ihnen besetzten Dörfern, von denen man in unseren Medien bislang nichts hört,

gemeinschaftliche Folterabende.


Mit dem Ende der Kriegshandlungen nämlich beginnt für die Zivilbevölkerung ein

neuerliches Martyrium unter der russischen Besatzung. Das kann man an den

entsetzlichen Zuständen in den 2014 besetzten Gebieten der Ostukraine und der Krim

erkennen, wo es neben allgemeiner Repression auch Folterzentren gibt.

In der putinistischen Sicht ist das auch in Ordnung: Die ukrainische Identität („Anti-

Russland“) soll vernichtet werden. Deshalb ist eine Kapitulation für die Ukraine keine

Option – denn der Schrecken russischer Besatzung, mit dem Ziel, alles Ukrainische

auszumerzen, würde dann erst beginnen. Die mobilen Krematorien der russischen Armee

stünden für sie bereit.


Doch so wie der Vernichtungskrieg gegen ihr Land die Ukrainer so geeint hat, wie niemals

zuvor, erkennen die Menschen in Europa nun genau, was sie an EU, Nato und dem

Bündnis der Demokratien haben – niemand, der die freie Wahl hat, möchte unter Putin

leben: nicht die Balten, nicht die Finnen, nicht die Georgier, nicht die Weißrussen, nicht die

Moldauer, nicht die Ukrainer.


Jeder Vorschlag, die Ukraine sich selbst zu überlassen oder ihr zu empfehlen, zu

kapitulieren, kommt dem Vorschlag gleich, sich lieber selbst umzubringen – dann wäre ja

endlich Frieden. Was für ein Zynismus! Deshalb müssen wir die Ukraine mit Waffen, Geld

und noch härteren Sanktionen gegenüber dem Aggressor unterstützen. Putin, der sich als

totaler moralischer und strategischer Versager erwiesen hat, darf nicht gewinnen. Steffen Kopetzky


Steffen Kopetzky