Gelungener Auftakt in Rohrbach!
- SPD Rohrbach
- 10. Feb.
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Aktualisiert: vor 6 Tagen
SPD Rohrbach startet erfolgreich in die Wahlversammlungen
„Jung und keck“, so betitelte eine örtliche Lokalzeitung vor sechs Jahren die Wahlversammlung der Rohrbacher SPD. Diese Überschrift passt so auch zur Veranstaltung am vergangenen Donnerstag, den 08.02.2026 in der Schmellerhalle Rohrbach, bei der – mit 30 Jahren immer noch junge – Bürgermeisterkandidat Christian Keck sein Programm „Rohrbach2038“ und dazu ein vielfältiges Kandidatenfeld für die Wahl des Gemeinderates und Kreistags vor knapp 100 Zuschauern präsentierte.
Blick auf das Erreichte
„Wir haben die letzten sechs Jahre enorm viel auf den Weg gebracht – aber es gibt noch viel zu tun“, gab der amtierende Bürgermeister zu Beginn eine erste Bilanz ab. Er stehe gerne für eine weitere Amtszeit zur Verfügung und möchte die Gemeinde unter den Schlagworten lebenswert, bürgernah, identitätsstiftend, handlungsfähig sowie nachhaltig voranbringen.
Eine attraktive Liste für den Gemeinderat
Doch zunächst folgte die Vorstellung der Kandidaten für den Gemeinderat, bei der Ortsvereinsvorsitzender Jörg Mittermaier sechs Frauen und 14 Männer präsentierte: „Wir haben das Durchschnittsalter im Vergleich zu 2020 nochmals deutlich gesenkt und liegen bei 41 Jahren.“ Dies sei vor allem auf den jungen Bürgermeister zurückzuführen. „Unsere Jungen haben konkrete Anliegen und eine hohe Motivation, sich für Rohrbach zu engagieren; unsere erfahrenen Kandidaten bilden ein breites Kompetenzspektrum ab“, fasste Mittermaier stolz zusammen. Ein politisches Comeback ergibt sich für die Rohrbacher SPD auf der Kreistagsliste mit der Kandidatur des Altbürgermeister Peter Keck, der neben den Gemeinderäten Mittermaier, Haslbeck, Ruhfaß und dem amtierenden Bürgermeister und Kreisrat Keck (jun.) auf den Einzug in das Kreisgremium hofft.
Rohrbach2038 - Was wurde erreicht? Wie gehts weiter?

Anschließend gab die SPD einen ausführlichen Einblick in ihr Wahlprogramm, das sich natürlich in vielen Punkten mit den aktuellen Entwicklungen und Zielsetzungen der Gemeindepolitik deckte, aber auch eigene Akzente setzt. „Jeder kann bei uns transparent nachvollziehen, ob wir unsere Wahlversprechen aus 2020 umgesetzt haben“, verwies Christian Keck auf den sogenannten „Wahlprogrammtracker“ auf der Homepage der SPD. Daraufhin gab er in einem rund 40-minütigen Vortrag einen Rück- und Ausblick auf sein „Rohrbach2038“.
Er verwies auf die großen Investitionen in die Wasserversorgung Waaler Gruppe (Hochbehälter, Brunnen, verbindliche 1%-Leitungssanierungsquote) und die anstehende Ausweisung von Wasserschutzgebieten: „Das ist unumgänglich und nach 30 Jahren Verzögerung endlich umzusetzen.“ Die energetische Ertüchtigung der Kläranlage sei ebenso wie ein Kanalsanierungskonzept auf den Weg gebracht worden; die gesplittete Abwassergebühr würde nächstes Jahr eingeführt werden – nach jahrzehntelangem Verschieben. Stolz blickte er auf die Fusion und Ausstattung der Gemeinschaftsfeuerwehr Gambach-Rohr-Waal, die nun auch ein neues Feuerwehrhaus erhalten solle: „Die Planung schreitet zügig voran.“ Generell wollen er und seine Kandidaten jedoch noch mehr in die Resilienz und Notfallvorsorge investieren.
Solide Finanzen sind für Keck die Grundlage seines Handelns. „Wir haben trotz der herausfordernden Jahre 2020-2026 solide gehaushaltet“, erklärte Keck. Er zeigte anschließend die anstehenden Investitionen in die Schulhaussanierung, die Feuerwehr, das Rohrbacher Sportgelände, den Alten Wirt, den Rathausplatz und der Straße nach Fürholzen in Höhe von 18 Mio. € auf, wovon die Gemeinde gut 8 Mio. € selbst zu tragen hätte: „Die Schulhaussanierung für die Ganztagesbetreuung hat Top-Priorität – alle anderen Maßnahmen müssen im Rahmen der verfügbaren Mittel in der neuen Wahlperiode sukzessive abgearbeitet werden.“
Keck verwies auf die Erfolge beim Ausbau erneuerbarer Energien auf Gemeindedächern und in der Fläche und sicherte eine gleichmäßige Verteilung über die Gemeinde hinweg zu. Die Gemeindeliegenschaften würden noch überwiegend mit Öl und Gas beheizt werden – hierfür solle ein Sanierungsplan aufgestellt werden. Die Bürgerarbeitskreise sollen fortbestehen – „sie waren ein wesentlicher Motor der letzten sechs Jahre“, lobte der Bürgermeister. Der Glasfaserausbau in der Gemeinde sei so gut wie abgeschlossen. Offen zeigte sich die SPD für neue Gewerbeansiedlungen, da im Bestand kein Potenzial mehr vorhanden sei. Eine Wiederbelebung des Bahnhofsumfeldes ist ebenso geplant.
Für die Senioren sagte Keck eine zügige Umsetzung der Wohnprojekte an der Ottersrieder und Mißbergstraße zu, ebenso solle das „Senioren-Taxi“ erhalten bleiben. Die Jugendlichen sollen weiter in Form von Jugendkonferenzen und dem wiedereröffneten Jugendtreff eingebunden werden. Der Radwegeausbau solle auch in den nächsten Jahren unvermindert fortgeführt werden, so bereits in diesem Jahr der Bau des Radwegs Ottersried-Gambach und in 2027 von Fahlenbach nach Ronnweg. „Der Grunderwerb ist bereits gesichert, die Planung laufend.“ Ärgerlich sei die Verzögerung beim Radweg nach Bruckbach und Burgstall. Bei der Baulandpolitik sei ein Umdenken erforderlich – hin zu mehr bezahlbarem Wohnraum. Um die Nachverdichtung in den oft leerstehenden Ortskernen anzustoßen, will die SPD Eigentümerworkshops durchführen. Zu guter Letzt plädierte er für eine Wiederbelebung des ehemaligen Wasserhauses gegenüber der Sparkasse für kulturelle Zwecke.
Fragen hatten die zahlreichen Zuhörer nach dieser umfangreichen Präsentation keine mehr. Wer die Gruppierung vor der Stimmabgabe noch besuchen will, hat dazu am Aschermittwoch, 18.02., um 19 Uhr im Sportheim Fahlenbach (mit Landratskandidat Markus Käser) sowie am Sonntag, 22.02. um 14 Uhr in Waal 55A Gelegenheit.




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