Tierheim Pfaffenhofen: Viel zu viel Arbeit, viel zu wenig Geld

Hund, Katze und Maus sind den Pfaffenhofener Landkreisbürger*innen nicht nur lieb, sondern auch teuer. Die SPD im Landkreis unterstützt den Pfaffenhofener Tierschutzverein und fordert mehr finanzielle Unterstützung vom Freistaat.


Fundkater Wincent

"Nichts geht mehr! Wenn es so weitergeht müssen wir nächstes Jahr zusperren.

Denn unser Pfaffenhofener Tierheim ist nicht nur überlastet, sondern auch noch finanziell am Limit", diese aktuelle Notlage und vor allem noch düsterere Zukunftsperspektiven erläuterten Manuela Braunmüller, Vorsitzende des Pfaffenhofener Tierschutzvereines und Tierheimleitung Sandra Lob, einer Delegation der Kreis-SPD und der bunten Stadtratsfraktion Pfaffenhofen.


Den beiden Verantwortlichen nach, steigen die Kosten stetig, nicht nur für die Tierärzte oder aktuell durch den längst überfälligen Mindestlohn, sondern vor allem auch wegen der vom Freistaat übertragenen Aufgaben.


Beispielsweise zusätzliche Räume wegen strengerer Quarantäne-Vorschriften oder Impfregeln. Nicht zu vergessen auch die Aufnahme der bei Polizeikontrollen entdeckten und oft verwahrlosten Tiere aus illegalen Transporten. Zudem geben aktuell immer mehr Menschen ihren Hund oder ihre Katze ab, weil sie das Haustier nun nach Corona nicht mehr brauchen oder sich nicht mehr darum kümmern können.


Kanarienvögel und Wellis in der Außenvoliere

Der Freistaat schafft an, aber zahlt nix

Vor allem die finanzielle Unsicherheit belastet die Verantwortlichen des Pfaffenhofener Tierheimes welches privat als Verein organisiert ist. Das heißt die Finanzierung erfolgt in erster Linie durch Spenden, Erbschaften, kommunale Zuschüsse und Mitgliedsbeiträge. Doch die reichen nicht mehr. Laut Gesetz stehen die Kommunen in der Pflicht, weil sie zuständig für die Unterbringung von Fundsachen sind. Darunter fallen auch Fundtiere.


SPD Kreisvorsitzender Markus Käser:

"Nur in Sonntagsreden Tierschutz zu fordern, reicht nicht! Die Leistung des Tierheimes muss fair bezahlt werden. Dass die Ehrenamtlichen, die im Tierheim freiwillig arbeiten, auch noch die Lobbyarbeit für die eigene Finanzierung machen müssen, ist wirklich armselig. Der Freistaat Bayern muss endlich seiner Verpflichtung nachkommen und die Tierheime finanziell stabilisieren."


Hinterbliebene Hündin Blacky

Tierheimleitung Sandra Lob ergänzt eine mögliche Lösung hinsichtlich der Bemessung kommunaler Zuschüsse: "Es wäre wünschenswert, dass die bayerische Landesregierung eine einheitliche und angemessene Fundtierpauschale vorgibt! So würden die unendlichen Diskussionen mit den Kommunen wegfallen. Wir haben tierisch viel Arbeit, müssen uns an gesetzliche Anforderungen halten und sollen uns aber auch wegen der Anpassung der Pauschalen mit den Gemeinden auseinandersetzen! Das ist nicht fair!"


Sandra Lob, Günther Helmbrecht, Manuela Braunmüller, Markus Käser

Mehr Infos zum Tierschutzverein und der Tierherberge gibt's hier: www.tierherberge-paf.de


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