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Freitag
Feb172012

Willkommen im IngolStadtLandPlus-Land


Mit der jünsten Kreistagsentscheidung geht die Ingolstadtlandplus-Odyssee also nun doch weiter. (PK Bericht vom 17.02.2012)

Zum besseren Verständnis hierzu erst ein kurzer Rückblick:
Bereits vor einem Jahr versuchten der damals amtierende Landrat und die Führungsriege des Regionalmanagements (alle heute nicht mehr im Amt) die in der Region umstrittene IRMA-Dachmarke "ingolstadtlandplus" auch ohne unsere demokratischen Gremien (Kreistag / Stadtrat / Gemeinderat) darüber abstimmen zu lassen, quasi durch die Hintertür einzuführen. Doch das Echo in den Kreisstädten geriet zum Debakel und der daraufhin befragte Kreistag, sowie der Stadtrat Pfaffenhofen befand die Dachmarke damals einstimmig als unpassend und forderte IRMA auf diese sofort auszusetzen, bzw. nachzubessern. (PK Artikel vom 20.07.2011)

Und heute?
Nun ein Jahr später, am Mittwoch, den 15.02.2012, stimmte der Pfaffenhofener Kreistag nun doch der weiteren Verwendung der Dachmarke mehrheitlich zu (ohne Stimmen der Grünen und SPD) und beschloss sogar noch weitere finanzielle Mittel um diese noch bekannter zu machen.

Absurd und ad absurdum!
Bei dieser Entscheidung, muss man sich doch erst einmal die Augen reiben. Vor allem aufgrund der unveränderten inhaltlichen Sachlage ist sie schon ein regionalpolitisches Armutszeugnis besonderer Güte. Das Gremium führte sich in diesem Punkt selbst "ad absurdum". Was wurde denn in der Zwischenzeit verbessert? Welcher neue Sachverhalt hat sich ergeben, dass sogar damalige Gegner zu Befürwortern wurden? Die Farbumstellung und der Austausch des Wortes "Raum" in "Region" im Claim konnten es doch wohl alleine nicht gewesen sein oder?

Gestern wie heute ist es Fakt:
Die zentrale Botschaft „ingolstadtlandplus“ wird nach wie vor der Vielfalt unserer Region und der verbindenden Funktion des regionalen Managements nicht gerecht!

Im „Handbuch für erfolgreiches Regionalmanagement“ der Bayerischen Staatsregierung steht zu lesen: „Durch regionales Management wird die regionale Identität gefördert und der regionale Konsens verbessert... Es soll bewirken, dass bei allen Akteuren und Betroffenen das Gefühl gestärkt wird, an einem gemeinsamen Projekt beteiligt zu sein.“

So gesehen war die Einführung und ist die Aussage der Regionalmarke „ingolstadtlandplus“ ein taktischer Rohrkrepierer, ein Symbol für aufgezwungene Meinung und im Ergebnis kein leuchtendes Beispiel für erfolgreiches Regionalmanagement. 250.000 Euro Entwicklungskosten und die Identitätsklitterung ganzer Landstriche als ingolstädter Land-Anhängsel inklusive.

„Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube!“ (Goethes Faust)
Eine Botschaft funktioniert immer dann am besten, wenn Sie auch von innen heraus getragen und weitergegeben wird, wenn wir alle Botschafter sind! (Siehe "Lebenswerteste Stadt der Welt ;-). Aber egal ob aus der Hallertau, aus dem Spargelland, aus dem Donaumoos , aus dem Altmühltal, aus dem Jura oder aus der jungen Großstadt Ingolstadt -
wer unsere Region wirklich kennt, liebt und hier zuhause ist,
wer um den vielfältigen Charme und Charakter unserer Landschaften, Städte und Dörfer weiß,
der kann und wird kein leidenschaftlicher Botschafter dieser Dachmarke sein!

Und genau aufgrund dieser Tatsache kann ingolstadtlandplus den wichtigsten Anforderungen einer Markenidentität, nämlich Glaubwürdigkeit und Authentizität, nicht gerecht werden und wird deshalb schlichtweg nicht funktionieren.

"Das Thema interessiert doch keinen mehr?!"
Ich warte jetzt freilich auch wieder auf diejenigen, welche schon von anfang an damit argumentierten, dass "das Thema zu unwichtig sei, als lange darüber zu streiten".
Ja, wenn das Thema tatsächlich so unwichtig ist, dann hätte man es auch gleich und ohne Verluste in die Tonne treten können! Aber dazu hätten wohl doch viel zu viele ihr Gesicht verloren.
Insofern ist dem Mehrheitsbeschluss heute nichts mehr hinzuzufügen. Wenigstens demokratisch war´s am Ende dann doch noch. Immerhin! Und wie sagt es der Volksmund: "Die Zeit heilt alle Wunden!"



In diesem Sinne,

schöne Grüße aus dem "Ingolstadtlandplus-Land", aus dem südlichen unteren Eck Pfaffenhofen, ungefähr zwischen Hallertau und Spargelland, nicht weit von Ingolstadt und kurz vor München

Markus Käser
in der Hoffnung, dass der Volksmund recht hat...

P.S.:
Hier noch ein alter Kommentar
aus den Anfängen der Misere vom 21.06.2010


Samstag
Jan212012

Regionale Unterschriftenaktionen, Bürgerinitiativen und (e)Petitionen leicht gemacht


Auf den Seiten von openPetition, der Plattform für Online Unterschriftenaktionen, Bürgerinitiativen und (e)Petitionen - können auch regionale Petitionsseiten erstellt und verwaltet werden.
Bin gespannt wer die erste beim Landratsamt einreicht?

Mittwoch
Jan182012

Aller Anfang ist schwer... Unser Landkreis auf der Grünen Woche 2012

  Der Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm präsentiert sich vom 20. bis 29. Januar auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin.

Grundsätzlich ein ganz guter Ansatz zur Sensibilisierung des Landkreises in punkto Tourismus. Doch stehen die Bemühungen des Landkreises noch ganz am Anfang. Noch wirkt der Auftritt wie ein "Kessel Buntes" ohne klare Botschaft und nutzt darüberhinaus nicht die Chance zur Vermarktung unserer schönen Landschaft und sauberen Natur- und Umwelt (ohne Gentechnik) oder zur Präsentation einer Marke für regionale Produkte. Auch zwingt sich der Gedanke auf, dass die Beteiligung auf der Grünen Woche Berlin eher den Beziehungen des Landrats zu ehemaligen Arbeitskollegen im Landwirtschaftsministerium, als einer konsequenten Vermarktungsstrategie geschuldet ist. Oder waren es einfach die lustigen kleinen "Gen-Monster" welche überall in der Republik für die Grüne Woche Werbung machen (siehe Bild unten), welche Martin Wolf so magnetisch angezogen haben? Ganz nach dem Motto: "Attraktionen, Sensationen, Monstrositäten..."

Wer weiß? Ich frage mich jedenfalls ob diese Plattform auch für die Zukunft die richtige ist. Ist die Grüne Woche doch eher eine Veranstaltung zur Huldigung der industriellen und konventionellen Landwirtschaft, bzw. eine Verbrauchermesse ohne erkennbares Profil. Das Label „Bio“ ist zwar mittlerweile so populär, dass es eine ganze Halle auf dem Messegelände einnimmt. Aber kritische Veranstaltungen zu industrieller Landwirtschaft gehen im Vergleich zur BioFach in der Wahrnehmung der Masse der Aktionen eher unter.



Gut, dass es die Aktivisten von "Wir haben es satt" auch noch gibt. Diese mischen auf eigene Kosten ebenfalls in Berlin mit und organisieren eine Demonstration für einen Systemwechsel hin zu einer bäuerlich-nachhaltigen und gesunden Landwirtschaft.

Aus meiner Sicht mehr als erfreulich ist die Tatsache, dass das größtenteils ungeliebte Regionallabel der Region 10 inzwischen keine Rolle mehr spielt. So auch nicht auf dem Messeauftritt des Landkreises Pfaffenhofen, der sich mittlerweile selbst als "Bayerns Mitte" präsentiert. Villeicht ja das nächste mal auch auf einer echten Tourismusmesse.

Hier das Programm im Überblick:
Als besondere Highlights kommen gleich am ersten Wochendende die Hopfenbotschafterinnen, das Deutsche Hopfenmuseum und das Kelten und Römer Museums aus Manching dran. An den folgenden Messetagen werben dann fünf Städte und Gemeinden aus dem Landkreis mit pfiffigen Slogans wie „Wolnzach, das Hopfenzentrum in Bayerns Mitte“, „Keltenhauptstadt Manching – Leben auf dem Land mit den Vorteilen der Nähe zur Großstadt“, „Geisenfeld - Liebenswerte Stadt im Herzen der Hallertau“, „Herzogstadt Vohburg – auf den Spuren von Agnes Bernauer“oder “Pfaffenhofen – lebenswerteste Stadt der Welt“ um die Besucher. Am letzten Wochenende präsentiert dann Pater Lukas vom Kloster Scheyern das bescheidene Leben der Benediktiner und das Tousimusbüro des Landrates zeigt Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung im Landkreis Pfaffenhofe, wie Wandern, Kultur, Natur, Bademöglichkeiten und vor allem auch Radfahren auf.


Toi, toi, toi!
Markus Käser

Üben die kleinen lustigen genmutierten Werbefiguren der Grüne-Woche-Kampagne auf Landrat Wolf eine magische Anziehungskraft aus? (Foto: Grüne Woche)

Dienstag
Dez272011

ENERGIEWENDE UND ERTRÄGE GEHÖREN IN BÜRGERHÄNDE

Das Zeitfenster ist kurz! Wenn wir und die Kommunen jetzt nicht reagieren und die Voraussetzungen schaffen, dann fließt das Geld aus der Energieproduktion hier vor Ort nicht in unsere kommunalen Einrichtungen, sondern in die Yachten von Konzernvorständen! Wenn wir also wollen, dass die monetäre Wertschöpfung aus der regionalen Energieproduktion auch allen Bürgern hier vor Ort zu Gute kommt, müssen unsere Kommunen jetzt aktiv werden. Deshalb informiert Euch! Engagiert Euch! Verbündet Euch! Kommt zum Dreikönigstreffen und zum Vortrag von Andreas Herschmann "Das Windrad finanziert den Kindergarten"!

Vorher um 16 Uhr besuchen wir zudem die Biogasanlage in Eschelbach. Ihr seid alle herzlich eingeladen!

Programm:

  • Grußworte durch Werner Hammerschmid,
    OV-Vorsitzender Wolnzach
  • „Von der Energie- bis zur Bayernwende - packen wirs an!“ Impulsvortrag von Markus Käser
  • Vorstellung des neuen Blog und des
    Beteiligungsportales des Kreisverbandes
  • Referat von Andreas Herschmann, Vorsitzender des Energie- und Solarverein Pfaffenhofen zum Thema „Energiewende in Bürgerhand, das Windrad finanziert den Kindergarten“
  • Ehrungen verdienter Mitglieder im Ortsverein Wolnzach


Freitag, den 06.01.2012 um 17:30 Uhr im Gasthaus "Zum Bräustüberl" in Wolnzach.



Montag
Dez192011

Mehr Demokratie leben!

Nach dem Motto "Mehr Demokratie leben!" haben wir in unserer jüngsten Mitgliederversammlung viele Maßnahmen zur Öffnung unserer Interessensgemeinschaft beschlossen. Dazu gehören unter anderem die konsequente Öffnung von Kandidatenlisten bei Kommunalwahlen auf welchen uns Nichtmitglieder ausdrücklich herzlich willkommen sind, die Durchführung von Dialogstationen zur Programmdiskussion vor Ort im ganzen Landkreis, die aktive Teilnahme bei Veranstaltungen, Praxistage in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen, sowie dieses Portal zur kooperativen Programmarbeit.

Laßt uns gemeinsam für neue Bewegung im Landkreis arbeiten!